Über uns - wie alles begann

Im Jahr 1996 wurde in unserem Haus eingebrochen. Bis zu diesem Zeitpunkt war tagsüber unsere Haustür nie verschlossen. Danach beschlossen wir  eine Schließanlage einbauen zu lassen und  einen Wachhund anzuschaffen. Ein Jahr später zog die Golden Retriever Hündin Bonny bei uns ein. Wir hatten keine Erfahrungen mit der Aufzucht und Erziehung von Hunden. Zum Glück gibt es in unserer Kleinstadt den Lugauer Hundeverein. Dort beantragten wir die Mitgliedschaft. Wir lernten dort freundliche Hundesportler kennen, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen.

Die junge Retrieverhündin entwickelte sich prächtig. Von Bekannten wurden wir zur Teilnahme an einer Hundeausstellung in Leipzig überredet. Frauchen wurde mit Bonny und weiteren 14 Hündinnen in den Ring geschickt. Beide waren wir sehr aufgeregt, welches Urteil der Richter unserem Hund gibt - Weltsieger - damit hatten wir nie gerechnet. Nun folgten viele Ausstellungen und immer mit Siegertitel. Wir entschieden uns mit Bonny zu züchten.1999 legten wir uns einen zweiten Retriever Carlos zu.

Bonny bekam ihren 1. Wurf - 13 Welpen. Ein Jahr später folgte der nächste Wurf. Pünktlich zur Geburtstagsfeier von unserem Sohn Mike begann Bonny während der Kaffeezeit  zu werfen. Alle Geburtstagsgäste waren sehr angespannt und schauten interessiert zu. 10 Welpen wurden innerhalb von 3 Stunden geboren. Natürlich wollte unser Sohn von diesen wertvollen Millenniums Geschenken einen Hund behalten. Biene wurde unser 3. Golden Retriever. Auch unsere beiden Nachfolgehunde waren auf Zuchtschauen sehr erfolgreich.

Leider verstarb unser Carlos an den Folgen einer Vergiftung im Jahr 2006 viel zu früh. Unsere beiden anderen Retriever verloren wir 2010 an den Folgen der Impfung. Bestimmt war der Borrelioseimpfstoff Schuld.

Zum Frühjahrsfest 2002 führten Hundesportler aus Reichenbach Vogtl. in Waldenburg Agility vor. Wir waren sofort von dieser Sportart fasziniert. Zur nächsten Vereinsversammlung beschlossen die Mitglieder, dass jeder Sportfreund ein Agilityhindernis zu Hause baut. Nach 2 Monaten hatten wir unseren Parcours zusammen. Die Tunnel bestellte unser Vorstand im Internet. Mit Hilfe der Reichenbacher Hundefreunde wurde im September 2003 unser 1. Funturnier organisiert. Es traten zum Wettkampf im Parcours 23 Sportler mit ihren Hunden an. Ein Jahr später erhöhte sich die Teilnehmerzahl auf 32. Dann kam 2005 ein großer Sprung auf 70 Starter. In den Folgejahren kamen über 90 Agility-Besessene zum Spaßturnier nach Lugau. So organisierten wir  unseren 1. Prüfungslauf den Agility Saxonia-Cup 2008.

Im Jahr 2005 hatte uns das Agilityfieber richtig infiziert und Herrchen und Sohn starteten bei einigen Prüfungsläufen in der LK 1. Die Erfolge waren durchschnittlich gut. Wir hatten ja keinen Trainer oder erfahrenen Läufer bei uns im Verein. Immer wieder vielen uns im Parcours die schnellen Border Collies auf.

So einen Hund mussten wir natürlich auch haben. Nach einigen Monaten holten wir den Borderwelpen Yane zu uns nach Hause. Unser Ziel war eine gute Ausbildung und in der weiteren Perspektive die Zucht. Leider wurde Yane wegen einer C-Hüfte nicht zuchtauglich geschrieben. Dem Herrchen gelang mit Yane in der A1 einfach kein fehlerfreier Lauf. Entweder viel eine Hürdenstange oder eine Kontaktzone wurde übersprungen. War die HD daran schuld???     Laut Kaufvertrag stand uns ein Rückgaberecht bei dieser Erbkrankheit zu. Im letzten Moment machten wir davon Gebrauch. Wir bekamen einen neuen Welpen zum halben Preis. Natürlich ohne Rückgabe von Yane. Noblesse war unser Wunschwelpe aus einer völlig anderen Verpaarung. Dieser Hund ist total lebhaft und einfach nicht müde zu bekommen. Aber trotzdem mit ruhigem Wesen und gutem Gehorsam. So gelangen einige fehlerfreie Läufe in der A0. Dann in der A1 ein zügiger Aufstieg zur A2. Auch hier sind bereits zwei   1. Plätze als Quali für die A3 zu verzeichnen. Jetzt ist  Noblesse erst mal in Mutterschaftsurlaub.

Unsere Hündin Yane wurde 2010 von Frauchen übernommen. Bereits auf dem 1. Turnier stellte sich ebenfalls der Erfolg ein - die 1. Quali war erreicht. Da Frauchen langsamer und gleichmäßiger als Herrchen im Parcours unterwegs ist, kann jetzt Yane die Absprünge viel besser einschätzen und oftmals fehlerfrei punkten. Ein Jahr später war auch mit Yane die Leistungsklasse 2 und kurz darauf die LK 3 erreicht. Hier sieht man, dass das Team Mensch-Hund oftmals die entscheidende Rolle spielt.